Karte UK

Als halber Brite trauert unser Chef Christopher um den Austritt des K├Ânigreichs aus der EU. Doch spannend findet er den Brexit aus Sicht eines Datensch├╝tzers:

Wann ist der Brexit datenschutzrechtlich relevant?
Unternehmen,

  1. die eine Niederlassung in Gro├čbritannien betreiben,
  2. die Waren oder Dienstleistungen aus dem Vereinigten K├Ânigreich beziehen oder
  3. die Cloud-/SaaS-Dienste nutzen, die aus UK stammen

sind betroffen und m├╝ssen handeln.

Was passiert nach dem Brexit?
Gro├čbritannien wird zu einem Drittstaat, in dem nach Art. 44 DSGVO Datentransfers nicht ohne weiteres m├Âglich sind. Es gibt bis Ende 2020 eine ├ťbergangsfrist, in der sich datenschutzrechtlich nicht viel ver├Ąndern d├╝rfte, doch danach wird die Rechtslage ungewiss.

Was m├╝ssen Unternehmen tun?
Das h├Ąngt davon ab, ob die EU-Kommission Gro├čbritannien zu einem sicheren Drittstaat hinsichtlich des Datenschutzes erkl├Ąrt. Die Schweiz hat ein z.B. einen solchen Angemessenheitsbeschluss, wie auch Kanada, Japan, Israel u.v.m.

Sollte ein solcher Angemessenheitsbeschluss mit Gro├čbritannien fehlen, so k├Ânnen sich Unternehmen z.B. mit EU-Standard-Vertragsklauseln behelfen. Diese verpflichten die Vertragspartner zur Einhaltung der EU-DSGVO. Selbstverpflichtungen oder Garantien (sog. ÔÇ×Binding Corporate RulesÔÇť) k├Ânnen auch in Frage (Art. 46 Abs. 2 lit. b, Art. 47 DSGVO) kommen wie auch die Einwilligung zum Datentransfer.

Haben Sie noch Fragen, brauchen Sie Unterst├╝tzung?
Wir von firstbyte digital consulting e.K. sind f├╝r Sie da. Sprechen Sie uns an: info@firstbyte.digital oder (0 22 61) 914 88 55.